Ärgernisse mit und ohne ÖPNV

Ich liebe unsere Verkehrsbetriebe. Das war Ironie. Halt, es war Zynismus. Es ist so.

Jeden Tag muss ich einmal umsteigen, von der Straßenbahn (Bus ginge auch) in den Bus. Letzterer bringt mich dann zu dem Ein-Mann-Verlag, bei dem ich derzeit ein Praktikum absolviere. So weit, so gut.

Doch warum fährt der Bus laut Fahrplan zwei Minuten VOR Ankunft der Straßenbahn ab? Er fährt genau dann an, wenn ich ausgestiegen bin. Busse haben hier generell ein oder zwei Minuten Verspätung. Am Montag sosehr, dass ich den zeitigeren (zu frühen) Bus bekommen habe. Das macht mir nichts aus, Busse = maximal fünf Minuten Verspätung.

Die Strecke, die der Bus abzufahren hat, ist lang, und da er nur jede halbe Stunde fährt (ja, meine Heimatstadt ist eine der Sorte „unteres Mittelfeld“), könnte man sich ja denken, dass dort einige Leute ein- und aussteigen. Meine Arbeitszeit ist komfortabel genug, ich kann also gut eine halbe Stunde eher aufstehen, um eine Straßenbahn zeitiger zu fahren und etwa 28 Minuten auf den Bus warten. Nebenan ist ein Bäcker, da schlägt man mit Verpflegung holen sechs Minuten tot; aber so etwas muss nicht sein. Pure Zeitverschwendung.

Übrigens: Auf dem Rückweg ist es das gleiche in grün. Der Bus kommt zwei Minuten NACH Abfahrt der Straßenbahn an. Auch die Straßenbahn hat einen halbstündigen Takt.

Es ist zu davonlaufen.

Heute ärgerte ich mich besonders, da die Straßenbahn angefahren kam, kaum dass ich in einem Bus saß, der mich heimwärts transportiert. So saß ich in einem Bus, in dem man die Luft hätte schneiden können, und nicht einer halbwegs klimatisierten Bahn. Etwas eher wäre ich auch da gewesen (und hätte mir 30 m Fußweg gespart).

Nächstes Mal (Montag) laufe ich. Die zwanzig Minuten…

Immerhin war die Verkäuferin der Bäckerei heute sehr kundenfreundlich. In meinen Cappuccino to go (okay, es war Instant-Cappuccino, aufgegossen mit in einer Mikrowelle erhitztem Wasser) wurde nach meinem Wunsch Zucker eingerührt, gegen die Hitze des Getränks wurde er in einen zusätzlichen Becher gestellt und extra Kaffeesahne bekam ich auch noch kostenlos. Großartig! Ich habe nicht viel Erfahrung diesbezüglich, aber bekommt man einen solchen Service bei Starbucks und Co.? Made my day.

Aktuelle Musik:

Das allererste Album von Depeche Mode, „Speak And Spell“ mit den Gassenhauern „What’s Your Name“ („Hey you’re such a pretty boy…“ – war’n Witz), „Photographic“, „Ice Machine“, „Any Second Now (voices)“ und „Just Can’t Get Enough“. Bis auf ersteres mein persönlicher voller Ernst.

Dann Album Nummer zwei derselben Gruppe, „A Broken Frame“. Ich möchte es nie hören, aber wenn ich es dann mal höre, gefällt es mir so gut, dass ich mich jedes Mal frage, warum ich es nie hören möchte. Favorit: „Shouldn’t Have Done That“.

Aktuelles Buch:

Noch immer keines. Wenn man den ganzen Tag lektoriert, abends die Hausarbeit seines Freundes korrigiert und dann noch bloggt, mag man irgendwann nicht mehr.

Anm.: Microsoft Word kennt „lektorieren“ nicht. Überrascht mich überhaupt nicht.

One thought on “Ärgernisse mit und ohne ÖPNV

  1. *breit grins*
    Muahahaha~ Verstehst du jetzt, warum ich meine Straßenbahn Anbindungen hier in Leipzig so luxeriös finde?
    16 Jahre Mosigkau hat mir gereicht🙂

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