Rezension: „This Is War“ von 30 Seconds to Mars

Nachfolgend eine Nachricht an meine Freundin Tami, betreffend des neues 30 Seconds to Mars-Albums.

Hallo Tami,

habe eben das erste Mal „This Is War“ gehört (Danke!) und nebenbei meine Gedanken aufgeschrieben. Mal sehen.

01. Escape: Öhm, ja. Zu kurz. Und was macht der komische Chor in dem Lied? Nicht gerade ein Hammer-Opener. Da gibt es knalligere erste Lieder von Rockbands.

02. Night Of The Hunter: Schon besser. Recht eingängiger Refrain. Interessante Melodieführung. Gut zum Mitsingen, vor allem das Ohooohooo.

03. Kings And Queens: Die erste Single. Hoher Live-Faktor, da extrem Mitsing-tauglich (siehe 02.) und eingängig. Schön eingesetzte Streicher, zwecks Dramatik und so. Aber was soll die erste Refrainzeile „We were the kings and queens of promise“ bedeuten?

04. This Is War: Ich mag es, wenn Jared Leto gehaucht (normal?) singt. Das klingt super. Leider macht er das hier nur am Anfang, dann wird ein typisches 30 Seconds to Mars-Lied draus. Das ist aber nicht sonderlich negativ, da sie einfach machen, was sie am besten können. Sehr gut gefällt mir, dass der Titel nicht im Refrain, sondern in der Brigde vorkommt. Und wieder mal ein Chor…

05. 100 Suns: Beginnt ruhig, fast intim. Interessanter Text. Nur dieser vermaledeite Chor passt nicht so recht. Ohhoooo-ohhhhooooo funktioniert halt nicht in jedem Lied.

06. Hurricane: Etwas elektronischer. Ich warte auf den Chor. Schnelle und langsamere Passagen wechseln sich ab. Gut. Gefällt mir auf Anhieb. Immer noch kein Chor. Besser. Klingt ein bisschen, als hätte es Timbaland produziert. Gottseidank haben’s die Jungs allein geschafft, mich zu begeistern. Ein Grund, auf Zusatzshows zu warten. Gegen Ende hat’s der Chor noch geschafft, aufzutauchen. Aber unaufdringlich. Man kann ihn ignorieren…

07. Closer To The Edge: Yeah. Cooles Intro. Das elektronische in dem Song steht ihm. Da sprudelt mein kleines Herz schon über. Schön zum Mitwippen bis Abgehen beim Konzert. Geil. Und hier passt der Chor auch mal.

08. Vox Populi: „Stimme des Volkes“? Hmm, wenn das Volk ein Stadion voller mitsingender, mitklatschender Leute ist, jup. Auch hier ein Wechsel von lauten und leisen Teilstücken.

09. Search And Destroy: Haut mich nicht unbedingt vom Hocker. Halt ein 30 Seconds To Mars-Lied. Hätte auch auf „A Beautiful Lie“ sein können, nur ohne Chor. Langsam übertreiben sie!

10. Alibi: Feine Rock-Ballade. Man wartet immer auf den Chor. Man wird zum Glück massiv enttäuscht. Positive Dekonfirmation heißt das. Warum nicht immer so?

11. Stranger In A Strange Land: Geht schon mal gut los. Wieder etwas elektronischer – das scheinen die Hits hier zu sein. Dann setzen Streicher ein und verleihen dem Ganzen etwas Dramatik. Und als Jared Leto zu singen beginnt, wird’s noch besser. Cooler Beat. Gefällt mir sehr gut.

12. L490: Manche Bands packen ihre persönlichen Favoriten ans Ende eines Albums. Nach mysteriösen, meinen Equalizer testenden Signalhornklängen beginnt ein etwas langsameres Stück. Ist es ein Instrumental? Wäre toll, denn es ist schön aufgebaut, mit Gitarre.

Fazit.

Der omnipräsente Chor, der immer gleich agiert, ist schon ein Wermutstropfen. Der erste Teil ist okay, ab Nummer 6 wird’s dann elektronischer und meiner Meinung nach auch besser. Meine Lieblinge sind 3, 6, 7, 10 und 11.

Jared Leto schreit hier weniger als auf den Vorgängeralben, was deutlich besser ist. Besonders auf ihrem Debütalbum ging einem das Geschrei nach einer Weile auf die Nerven und den Liedern tat es nicht gut. Sie klangen dadurch zu einförmig. Hier sind die Songs noch differenzierter als auf dem Vorgängeralbum. Trotzdem sind alle typischen Elemente des „30 Seconds to Mars“-Klangs vorhanden: Ordentlich Schlagzeug, Gitarrenriffs und die charakteristischen Gesangspassagen von Jared Leto.

Schulnote: 2.

One thought on “Rezension: „This Is War“ von 30 Seconds to Mars

  1. [inklusive fiktiver Mailadresse für alle Fälle…]

    Im Grunde habe ich dir ja schon geantwortet, daher bleibt mir nicht mehr viel zu schreiben.

    Aber mir ist noch aufgefallen, dass ich auf deine Frage nicht eingegangen war.
    „Kings and Queens of our promises“ würde ich darauf beziehen, dass wir entscheiden müssen, was wir davon umsetzen, das wir versprechen.
    Das gesamte Album ist ja teilweise sehr gesellschaftskritisch, von daher würde es passen.

    Täuscht das oder ist mein Deutsch heute schrecklich x_____X Ich sollte schleunigst etwas essen…

    *mit Liebe überhäuf*

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