Kurzes Update

Es ist lange her, dass ich was geschrieben hab, gell? Es wurde auch schon kritisiert…

Jetzt aber.

Da es alle tun, mein Fazit zur Buchmesse: Wie immer. Man freut sich tierisch, die ganze Zeit. Spätestens wenn (in meinem Fall) Freitag früh der Wecker klingelt, ist die Euphorie auf einen Schlag weg. Okay, ich hab einen Vortrag gehalten, da ist das erlaubt.

Abgesehen davon hatte ich nur noch einen Termin auf der Messe. Am selben Tag. Soll ich mich jetzt sorgen? Ich glaube, manche Cosplayer hatten mehr Termine… Apropos Cosplay. Ich hab’s erstmalig gewagt, wenn auch sehr human – ich bin im Anzug immer hinter meiner Tami hergelaufen und wollte FBI Special Agent Pendergast darstellen. Betonung liegt bitte auf „wollte“. Für alle, die wissen wollen, wer das ist und des Englischen mächtig sind, [hier] der sehr gute englische Wikipedia-Eintrag. Irgendwann vergleich‘ ich den Guten mal mit Sherlock Holmes, da gibt es ein paar hübsche Ähnlichkeiten. Nein, es gibt kein Bild hier, dazu war ich zu unecht: Haare falsch, Augenfarbe falsch, Brille auf, keine Waffe, kein Südstaaten-Akzent, kein D’Agosta (Insider). Leider hat mich keiner erkannt oder nur gefragt, wer ich bin… Ich weiß aber nicht, ob ich das als gut oder schlecht befinden soll… Wenn ich dran denke, was ich mit meinen Haaren angestellt habe… Haargel (das nach 2x Waschen immer noch nicht ganz raus ist), Haarspray, gelbes Farbspray (die Dusche sah aus…) und Haarwachs (das könnte natürlich auch so hartnäckig sein). Nächstes Mal, wenn es denn eines gibt, kauf ich mir eine Perücke.

Aber was typisch für jede, aber auch jede Buchmesse ist: Ich ziehe die falschen Schuhe an. Am Messefreitag waren es ganz neue schicke, die noch nicht eingelaufen waren (sind sie immer noch nicht) und mir schöne Blasen verpasst haben. Das ging aber noch, weil wir nur an zwei Tagen, nicht hintereinander, und nicht komplett auf der Messe waren. Letzten Oktober in Frankfurt hatte ich nur ein (!) Paar Schuhe mit kleinem Absatz mit. Mann, da taten mir vielleicht die Füße weh! Und immer in denselben Schuhen laufen, ohne Pflaster. Übrigens haben wir außerhalb Frankfurts geschlafen und mussten immer noch ein Stück vom Bahnhof zum Hostel. Das war heftig. Immerhin: Dieses Paar ist jetzt eingelaufen.

Außerdem hab ich noch eine Promo-Aktion für Bilandia koordiniert. War ziemlich cool für’s erste Mal. Und ich war mal Boss, wenn auch ein ziemlich verwirrter. Wobei die Planung fast noch aufregender als die Durchführung war.  Ich weiß jetzt, was es heißt, die Karl-Liebknecht-Straße einmal hinauf und wieder hinunter zu laufen. Das hatte ich zwar immer mal geplant, allerdings nicht in dem Zusammenhang…

Das Wetter. Herrlich. Heute hab ich die erste Kugel Eis des Jahres geschleckt. Hmmm… Kirsch-Joghurt. Dazu standen wir im Sonnenschein in der Innenstadt, es war toll. Eigentlich liebe ich den Winter ja über alles, aber langsam wurde es selbst mir zu viel. Ich sehnte mich nach blauem Himmel und Sonnenschein. Wunsch erfüllt. Einziges Manko: Dadurch, dass mein Zimmer die Fenster zur Ostseite raus hat, wache ich immer schön zeitig auf. Meine Vorhänge sind nämlich zu kurz und ich schlafe mit dem Kopf zum Fenster…

Das neue Semester hat bereits angefangen. Das ist das letzte „richtige“ Semester mit Vorlesungen und so. Ab September bin ich bei meinem Freund, hab dort einen Verlag zum Praxissemester gefunden. Und auf der Messe habe ich mit den Mitarbeitern geredet – die sind alle sehr nett. Hoffentlich bewahrheitet sich der Eindruck, aber ich bin ja meistens Optimist. Danach ist nur noch das Schreiben der Bachelor-Arbeit dran und dann… War es das. Ich bin schon ein bisschen traurig, weil wieder mal eine ungewisse Phase anbrechen wird. Und die Fernbeziehung wird wohl bis auf das halbe Jahr anhalten… Allerdings möchte ich auch unbedingt raus und meine Fähigkeiten erproben, mich bewähren und arbeiten! Eigenes Geld verdienen.

Zeit ist kostbar, denn sie rast unwiederbringlich dahin. Ich habe doch nicht etwa schon vor einem Jahr das Wohnheim gewechselt? Wirklich? Ich beginne erst, alles hier zu entdecken. Aber ich weiß, dass ich hier kaum was finden werde, das studiumskompatibel ist. Auch und gerade weil ich das hier unbedingt machen wollte und will. Werde ich immer so „jung und schön und anders“ sein, wie C. es so treffend ausdrückte? Sie, meine Mitbewohnerin, zieht nächste Woche aus. Ich werde sie sehr vermissen. Gottseidank zieht sie in die Nähe der Uni, da kann ich sie, ihre Schwester und unseren Kumpel stets besuchen. Und auf dem Rückweg fahr ich zu Tami, die nächste Portion Kuchen abfassen…!

Ich denke, das Studium hat mich verändert. Wahrscheinlich werde ich erst in 10 Jahren sagen können, inwiefern, aber ich weiß, dass es mich reifer gemacht hat. Nicht zu erwachen, weil das werde ich nie gänzlich sein (nicht wenn ich’s verhindern kann), aber erwachsener.

Damit endet dieser Eintrag für heute.

Musik: 30 Seconds To Mars, alle drei Alben, Titel in alphabetischer Reihenfolge.

Aktuelle Bücher: Richard David Precht „Wer bin ich – und wenn ja, wieviele?“, J.R.R. Tolkien „Das Buch der Verschollenen Geschichten“

Stimmung: nachdenklich (was sonst…)

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