Praxissemester, die Nullte

Die Nullte? Wirklich „0.“?

Ja.

Das ist die Einführung zum meinem kleinen Praxissemester-Blog, den ich starte, um meine Freunde und alle anderen geneigten Leser auf dem Laufenden zu halten. Ich hoffe, etwa alle zwei Wochen genug Material für einen meiner geliebten Monsterbeiträge zu haben. Was im Idealfall bei sechs Monaten 12 Einträge macht – das hebt meinen Posts-per-Monat-Schnitt bestimmt massiv…

Nun für alle, die mich nicht persönlich kennen, etwas zu meinem Praxissemester: Es ist von der Prüfungs- und Studiengangsordnung so festgeschrieben, dass Studenten im 5. Fachsemester (das ja nun bald ansteht) ein praktisches Semester (20 Wochen, mehr geht auch – ich nahm sechs Monate, weil’s so schön rund ist) zu absolvieren haben. Es ist eine Mischung aus Volontariat (zu kurz, um eines zu sein) und Praktikum (zu lang, um eines zu sein). Wir haben auch Fragen bekommen, die wir beantworten müssen (ich hab natürlich die schwierigsten gezogen) und geben hinterher noch einen Vortrag über unser Praktikum.

Ich habe einen mittelgroßen Regionalverlag gewählt, da ich aufgrund meiner Voraussetzungen gern alle Abteilungen einmal durchlaufen würde; dieser Wunsch wurde mir gewährt. Und wie! Alle spannenden Dinge, die so anfallen, wie Vertreterkonferenzen, Vorschauerstellung (für die Laien: ein Katalog aller Neuerscheinungen eines Verlages, inklusive einer Auswahl gut gehender Alt-Titel, zur Bestellung von Buchhandlungen beim Verlag), Vertragsgestaltung, Lektorat (yeah!) und der Bearbeitung unverlangt eingegangener Manuskripte und und und. Als ich die Mail von meiner Chefin bekam, war ich hin und weg. Langweilig wird mir definitiv nicht.

Was ich klasse fand, war, dass auf meine euphorische Meldung bei Facebook, dass eben jene Aufgabenliste eingegangen ist, sogar einer meiner Professoren mir viel Spaß gewünscht hat.

Jetzt habe ich Angst, dass ich zu schlechtes Deutsch habe (meine letzte Deutschstunde liegt 2 Jahre zurück!), dass ich nicht mehr Aufwand und Kosten unterscheiden kann und überhaupt alles vergesse, wenn es ernst wird…

So, jetzt hyperventiliere ich nicht mehr.

Ach ja, ich wohne bei meinem Freund, da ich mir meinen Verlage, bei denen ich das halbe Jahre hätte arbeiten wollen, so gesucht habe, dass ich keine neue Wohnung beziehen müsste. Es wird zwar etwas eng, aber nach über zwei Jahren Fernbeziehung finde ich ein halbes Jahr „richtige“ Beziehung sehr schön. Wir beide freuen uns riesig, mein Liebling wohl noch mehr als ich, wenn das geht. Schade nur, dass es im Wintersemester ist – Ostsee macht im Sommer mehr Spaß, ist aber nicht ganz so schön.

In zweieinhalb Wochen ist dann mein erster Arbeitstag. Was bin ich froh, dass es die Buchmesse gibt! Da konnten wir uns schon mal bekannt machen.

Tja, und danach kommt dann nur noch das letzte Semester zum Bachelor-Arbeit schreiben. Ich hoffe ja, dass ich während des Praxissemesters Ideen und Material bekomme, um schon vorzuarbeiten… Im Dezember muss das Thema stehen! Okay, Schwiegermutti hatte auch erst kurz vorher ihr Thema, und mir drehen sich schon eine oder zwei Ideen im Kopf herum, aber ich bin halt nervös. Ich hab das ja noch nie vorher gemacht!

Das soll’s auch schon gewesen sein, das Spannende kommt ja noch. Ich hoffe, ich hab die „Immer dieses Gesülze über Bücher“-Leute zufrieden gestellt [den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, Tami]. Es kommt noch mehr, schließlich macht ein Verlag – Bücher.

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