Ferienstimmung

Ich schreibe das hier, um mal eben was anderes auf dem Bildschirm zu haben als eine zu übersetzende englische Strickanleitung. Das ist zwar nur halb so schwer wie erwartet (bis jetzt jedenfalls), aber nichtsdestotrotz anstrengend. Und weil sie recht kompliziert ist, habe ich schon zwei doppelseitig beschriebene A4-Karo-Schulblock-Blätter…

Es tut gut, nicht jeden Tag zeitig aufzustehen, um möglichst noch in der Bibliothek einen Platz im Lieblingslesesaal zu bekommen. Wobei, seit meinem Praxissemester bin ich auf 7:30 Uhr Aufstehen gedrillt. Entweder ist muss sowieso um diese Zeit raus, dann klingelt der Wecker, oder meine Blase meldet sich und dann kann ich meist nicht mehr einschlafen. Letzteres kommt am häufigsten vor, erstaunlicherweise aber nicht, wenn ich bei meinem Freund zu Hause übernachte. Da kann ich locker danach noch bis um zehn schlafen. Überhaupt hat sich mein Schlafverhalten im Studium stark gewandelt. Früher war ich ein Frühaufsteher, musste teilweise 4:45 aufstehen, um die richte Tram zu bekommen und war trotzdem munter. Dann, im Studium, verlagerte sich die ideale Aufstehzeit auf besagte 7:30. Mir macht früh aufstehen immer noch nichts aus (siehe Kopenhagen: 4:30 Uhr!!!), aber ich tue es weniger gern. Außerdem bin ich vor 22.00 oder gar 23:00 gar nicht müde. Meist wird es 23:00, bis ich im Bett bin. Dann noch eine halbe Stunde Radio hören… Und schwupps kommt man auf wunderbar durchschnittlich acht Schlafstunden.

Dies ist nur ein Intermezzo in meiner Studienstadt, morgen geht es nach R., den Liebsten besuchen. Und damit mir nicht langweilig wird, habe ich ein Strickprojekt angedacht, ein Schminktäschchen, zum Tausch gegen 2 Bücher. Mehr wird nicht verraten, die Empfängerin könnte mitlesen😉

„Schlagfertigkeit ist das, was einem 10 Minuten hinterher einfällt.“ Jep. Heute klingelte der Bibellesekreis und wollte mich zur Bibelstunde einladen. Die kommen aber auch immer unvorbereitet, herrje! Mister Silberblick ließ sich nicht von einem „Ich bin Atheist aus Überzeugung“ erweichen, schwafelte was von unsterblicher Seele und so. Hm, ich wollte ihm jetzt nicht meine Weltsicht zwischen Tür und Angel darlegen, deswegen mühte ich mich, ihn abzuwimmeln (aber freundlich, der macht das ja bestimmt freiwillig). Nun ja, Gottes Segen für heute hab ich trotzdem bekommen. Eine bessere Wendung für mich hätte der Dialog wohl genommen wenn a) mein Philosophie-Student-Freund da gewesen wäre oder b) mir eingefallen wäre, was mir dann beim Einkauf einfiel: Wenn mich Gott auch als Atheist liebt (sagte Mister Silberblick), wieso muss ich ihn dann auch lieben? Kann es nicht auch für Gott unerfüllte Liebe geben, sozusagen heimliches Verehren? Die drastische Antwort wäre gewesen: „Wir können uns gern über das Buch unterhalten, dass in MEINEM Auftrag damals geschrieben wurde… Da sind ja soviele Fehler drin…“ Aber den hebe ich mir für einen Moment mit mehr Geistesgegenwart auf.

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