Umzugsfreud und –leid

Heute war der Tag X – Umzug. Ich war zum Glück vorbereitet und hatte eine Menge Zeug schon vorher in Kartons gepackt. Trotzdem war es noch eine Menge Arbeit – und erst das Einladen!

Ich hatte zwar einen Transporter gemietet (einen Kangoo), der war aber wider Erwarten etwas zu klein – es hätte doch der Sprinter sein sollen. Zum Glück war mein Schatz mit seinem Auto da, das mussten wir dann auch noch vollladen, primär weil er sich herausgefordert fühlte, unbedingt mein Fahrrad da rein zu bekommen… Es passte gerade so.

Wir waren zweidreiviertel Mann. Mein Freund und ich waren das Basisteam. Eine Freundin machte den halben Mann und half noch beim Einladen, und mein Wohnheim-Nachbar, den ich heute zum ersten Mal sah, half auch ganz höflich, den ersten Schwung herunterzutragen. Das Verfahren: Raus aus der Wohnung, vor den Fahrstuhl, rein in den Fahrstuhl, runter, raus und davor abstellen. Dann portionsweise zum Auto tragen und verladen. Dauerte anderthalb Stunden, dann war alles drin.

Die Hinfahrt war super: Ich im Transporter (ich nannte ihn „Harry“, er fluchte bestimmt, weil er erst mein zweiter Diesel war…) vorneweg, mein Freund brav in seinem Auto hinterher. Innert einer Stunde waren wir in M. Dann nochmal zwei Stunden Ausladen. Zu zweit. Zeug aus dem Auto packen, dann vor die Tür tragen. Drei Etagen hoch transportieren und im Flur abstellen. Aus dem Flur in die Wohnung. Meine Güte, waren wir hin!

Aber das Zeug musste ja noch an seinen Bestimmungsort. Also alles aus- und dahin packen, wo es hingehört. Jetzt sieht das Zimmer aber schön wohnlich aus (auch wenn ich immer noch nicht alles ausgepackt habe). Gegen vier war dann alles drin und Zeit, heimzufahren.

Wir trennten uns, mein Freund wollte noch tanken und mich auf der Autobahn einholen. Also, hätte er, wenn ich nicht genau hinter M. falsch abgebogen wäre und mich somit total verfahren hatte. Nach einer Stunde in der Pampa im Bergland rumkrepeln war ich fertig mit den Nerven. Immer wenn ich auf die Autobahn wollte, war der Zubringer gesperrt. Oder es gab eine Umleitung. Oder die Stadt, zu der ich wollte, war nicht ausgeschildert… Ich wusste nicht, wo ich hin musste/sollte, um nach L. zu kommen. Und wen ruft man an, wenn man keinen Plan hat? Richtig, den Papa. Der erklärte mir dann, wo ich entlang fahren musste, und siehe da: Alles fluppte. Mit einer Stunde Verspätung war ich in L. Dann Endspurt: Auto abgeben, zurück zum Freund, der schon eine Stunde wartete, und ab nach Hause.

Abendessen gab es 19:45 Uhr. Und jetzt entspannen. Und zeitig, zeitig schlafen gehen.

Aber das Auto war heil, nichts ist trotz der bergauf-bergab-90°-Linkskurve-90°-Rechtskurve-Hinundhergeschaukel zu Bruch gegangen. Ich werde morgen einen Muskelkater haben: In den Beinen und im Gasfuß vom Fahren und wohl auch in den Armen. Außerdem hab ich mir irgendwas gegen die Stelle unter den inneren Knöchel gehauen – das wird morgen blau sein. Kollateralschaden.

Fazit: Den Weg nach M. finde ich locker. Zurück lasse ich dann andere fahren😉

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