Nach langer Zeit…

Lang, lang ist’s her, dass ich von mir hören ließ, ich weiß. Und wenn ich in meiner Blogliste an die Blogger denke, die regelmäßig posten, dann kriecht ein schlechtes Gewissen in den Hinterkopf…

Immerhin, zu berichten gibt es so einiges.

Das erste Mastersemester ist um. Es müssen nur noch 2 Hausarbeiten geschrieben werden und auf die Noten von Klausuren gewartet werden. Dann geht es auch schon wieder los. Mich verblüfft jedes Mal, wie zeitig FHs mit dem Semester beginnen. Ich bin es gewohnt, mein Bachelorstudium begann auch immer relativ früh. Nur dass die „neue“ FH jetzt noch eine Woche früher dran ist… Andere haben mehr Zeit: Eine Freundin studiert an der Uni in H., die fängt erst Mitte April an – einen Monat nach mir! Sogar mein Freund fängt Anfang April an…

Außerdem überrascht mich der gestiegene „Workload“ – ich hab in einem Mastersemester genau soviele Hausarbeiten zu schreiben wie im gesamten Bachelorstudium! Dieses Semester organisieren und koordinieren wir in einem Modul eine Veranstaltung, wobei ich die Projektleitung inne habe. Und dann noch mein Job als Marketing/Presse-Tante vom Hochschultheater und die Betreuung der Leute, die Internet wollen im Wohnheim… Es wird definitiv nicht langweilig.

Weiterhin bin war ich auf Praktikumsplatzsuche für mein Praxissemester. Haha! Ab Oktober weile ich für ein halbes Jahr in Berlin. Großstadtdschungel, hmm… M. ist ja verdammt klein. Selbst L. ist klein im Vergleich zu Berlin (fällt aber selber schon in die Liste der Großstädte Deutschlands). Ich wird’s überleben, auch wenn ich nicht der größte Berlin-Fan bin. Vielleicht will aber auch hinterher gar nicht mehr weg und vergesse meine Liebe zu L.?

Wichtigster Punkt ist erstmal, eine Bleibe zu finden… Ich bin dran.

Meine Strickfertigkeiten verbessern sich. Gegenwärtig habe ich u.a. Socken in Arbeit, die gleichzeitig und von der Spitze an auf einer Rundstricknadel gestrickt werden. Klingt kompliziert, geht aber, weil man für jede Socke einen Faden des Knäuels verwendet. Sie sind fast fertig, Foto folgt.

Neuste Lektüreentdeckung ist „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada. Meine Mutter und ich haben sogar schon Urlaub in der Nähe von Carwitz gemacht, dem Dorf, in dem Fallada lange lebte. Es ist schön in der Feldberger Seenlandschaft. Zum Buch: Basierend auf einem wahren Fall wird die Geschichte eines Berliner Paares geschildert, dass zwischen 1940 und 1942 (glaube ich) als eine Art Widerstand Karten mit aufrüttelndem Inhalt ablegt. Außerdem beschreibt Fallada an Beispielen, was mit den Findern der Karten passiert, was sie denken, wie sie handeln. Am Ende habe ich geweint. Ich finde, der Roman ist ein ziemlich authentisches Abbild der Zeit. Ich muss mal den Film sehen…

Nach Kopenhagen steht diesen Sommer Prag als Reiseziel an. Ich freu mich, wie immer😉 Mein Freund war schon einmal da und kennt sich daher etwas aus. Hach, Kaffeehäuser, Jugendstil, Hradschin und brütende Hitze (August!)… Bis jetzt war es immer heiß, wenn wir in Tschechien waren…

Mein Freund hat mir den „Herrn der Ringe“ auf Englisch geschenkt. Tolkien im Original! Nur Zeit müsste man haben. Immerhin, meinen kürzlich antiquarisch erstandenen „Siddartha“ von Hermann Hesse in der schönen schwarzen Suhrkamp-Ausgabe habe ich geschafft.

Und zu guter Letzt noch ein Reisetipp für enervierende Ferien (oder Wochend-)tage: Wenn man absolut nichts mit sich anzufangen weiß, sollte man so tun, als wäre man Tourist in der Heimatstadt. Dann sieht man sich die Sehenswürdigkeiten an, die man schon vom Vorbeifahren so gut zu kennen glaubt. Man wird nicht dümmer! So gemacht von mir, meinem Freund und einem berühmten Stück Neuere Architekturgeschichte.

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